Warum gibt es nur noch wenige Fische im Bodensee?

Realschule am Bodensee Allgemein

Das fragten wir uns, die FLITZE FISCHE auch!

Wir kontaktierten deshalb einen Berufsfischer, der uns die Situation klar machte.

 

DIE NETZE BLEIBEN LEER. Erneut haben die Berufsfischer am Bodensee ein katastrophales Jahr erlebt. Die Zukunft der Berufsfischer steht in Frage. Viele Kleinbetriebe gehen zu Grunde. Manche überlegen, ob es sich für die Ausfahrt in den Morgenstunden noch lohnt.

ABER WARUM? Die Fischer glauben, dass die Hauptursache der niedrige Nährstoffgehalt (Phosphat) im Bodenseewasser ist. Die neuen besser arbeitenden Kläranlagen reinigen das Wasser zu sehr und ziehen daher viele Nährstoffe aus dem Wasser. Das Ökosystem hat sich dadurch verändert. Die Fische finden deshalb nicht mehr so viel zu Fressen und können sich deshalb auch nicht mehr richtig entwickeln. Außerdem haben sich Stichlinge (ungenießbar und zu viele Gräte) sehr vermehrt, die den Felchen- und Kretzernachwuchs fressen.

DIE FOLGE: Die Fänge der Bodenseefische,  z.B. Blaufelchen, Kretzer, Seeforellen, Seesaibling, gingen in den letzten Jahren sehr stark zurück. Bei den Felchen waren es 2015 gegenüber 2014 fast die Hälfte. Die Fischer müssen Fische aus Zuchten zukaufen um die Kunden zu bedienen.

PERSPEKTIVE: Die Bodensee-Felchen würden sich für eine Haltung in Aquakulturen eignen. Ob spezielle Teiche oder Netzgehege wie in der Ostsee gut sind ist die Frage. Die Landespolitik will den Fischern helfen und den Aufbau von Aquakulturen unterstützen.